Der Hai unter den Capris
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Carstenīs Mako |
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Robertīs Mako |
Hans-Jörgīs Mako |
Der in Deutschland wohl bekannteste Capri mit V8-Triebwerk ist der Mako.
Der ehemalige Ford-Renningenieur Gerd Knözinger hat diesen Super-Capri 1975 mit seiner Firma
MAKO-Automobile in Rösrath-Kleineichen vorgestellt. Basis war der Capri S.
Der Name kommt vom Mako-Hai und wurde laut Knözinger unter anderem deshalb gewählt, weil er
einen Namen mit 4 Buchstaben brauchte, um den Ford-Schriftzug problemlos ersetzen zu können.
Als Motor wählte Knözinger den Boss-302-cubic-inch von Ford USA, ein notdürftig für den Straßeneinsatz
gezähmter Rennmotor, der im Mustang Boss große Erfolge feierte.
Danach wird es schon schwieriger. Als Getriebe kamen entweder ZF-5-Gang oder Mustang-4-Gang
zum Einsatz, letztere offenbar mit verschiedenen Übersetzungen.
Auch gab es verschiedene Vergaser. Entweder Solex 4A1 mit geänderter Ansaugbrücke oder Holley
(600cfm, 750cfm, 780cfm)
Auf Wunsch konnte man an der Hinterachse gegen Aufpreis Hinterachsanlenkung mit 4 Längslenkern,
Panhardstab und Schraubenfedern bekommen. Die Übersetzung der Hinterachse war 2,79:1 oder 3,00:1.
Es sieht auch so aus, als ob jeweils die Teile verbaut wurden, die MAKO-Automobile günstig
bekam. Kupplungshydraulik von Mercedes, Bremskraftverstärker von BMW(?), Bremsen vorne entweder Peugeot
oder Granada, Felgen in verschiedenen Ausführungen und Größen...
Der Mako wurde bis 1978 gebaut, d.h. es gab ihn auch als Capri 78 (III). Mysteriös ist auch
die Anzahl der entstandenen Mako. Während offiziell von 33 Mako vom Capri II und 17 vom
Capri III die Rede ist, sagte Gerd Knözinger in Gesprächen mal, daß insgesamt höchstens 33
gebaut wurden, mal sprach er von 36 Stück.
Technische Daten:
Motor: V8 90° Boss 302
Hubraum 4949ccm
Leistung: 250 DIN-PS bei 5800 U/min
Drehmoment: 360 Nm bei 4300 U/min
Getriebeübersetzung: Mustang 2,32 - 1,69 - 1,29 - 1 : 1
im Prospekt angegeben 2,78 - 1,93 - 1,36 - 1 : 1
Beschleunigung 0-100 km/h: 6,9 sek
Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h
MAKO - das ist der Name einer Gattung von Riesenhaien. Pfeilschnell.
Mit urgewaltiger Kraft. Der MAKO V8 hat nicht nur den Namen übernommen. Sondern auch
die Eigenschaften: Schnelligkeit, überlegene Stärke und die Eleganz.
Der Mann, der den Super-Capri entwickelte heißt Gerd Knözinger (37),
ehemaliger Ingenieur der Ford-Rennabteilung, Fahrwerks-Spezialist. Aus jenem Team,
das für Ford 130 Rennsiege, zwei Europameisterschaften und zwei Deutsche Meisterschaften
errang.
Die Idee, die im MAKO V8 steckt: Ein Hochleistungsautomobil zu schaffen, das mit seinen
Fahrleistungen zum exclusiven Club der Traumwagen zählt. Aber ohne die Anfälligkeit und
hohen Wartungskosten komplizierter Technik. Und zu einem Preis, der nicht nur für Millionäre ist.
Das starke Herz des MAKO V8 ist ein großvolumiger amerikanischer
Ford-Achtzylinder. 290 SAE-PS aus 4949 ccm. Die Robustheit und hohe Lebensdauer dieser
US-Triebwerke ist sprichwörtlich. Kraft, die aus dem Hubraum kommt, und nicht von
kriminellen Drehzahlen.
Wie der Motor, so entstammen alle wichtigen Aggregate und Teile
der Ford-Großserienproduktion. Die Vorteile: keine Probleme mit Ersatzteilen, keine
Probleme mit der Wartung. In der Bundesrepublik gibt es 2000 Ford-Werkstätten, rund 70
davon sind auf amerikanische Ford-Modelle und -Teile spezialisiert.
MAKO V8: Das ist die Leistung eines exotischen Renners. Mit der
Alltagstauglichkeit eines ausgereiften Großserien-Automobils.
Genuß ohne Reue.
(Übrigens: der Segen des TÜV ist bei jedem MAKO V8 selbstverständlich.)
Zitat Ende